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Immobilien–Lexikon

Die wichtigsten Begriffe rund um Kauf, Verkauf und Vermietung – verständlich erklärt von IAK Immobilien.

Fachbegriffe einfach erklärt
Kauf, Verkauf & Vermietung
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Von Experten geprüft

Immobilien–Begriffe von A bis Z

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A
Kauf

Annuitätendarlehen

Die häufigste Form der Immobilienfinanzierung. Der Kreditnehmer zahlt monatlich eine gleichbleibende Rate (Annuität), die sich aus einem Zins- und einem Tilgungsanteil zusammensetzt. Mit fortlaufender Laufzeit sinkt der Zinsanteil, während der Tilgungsanteil steigt.

Allgemein

Auflassung

Die Einigung zwischen Käufer und Verkäufer über den Eigentumsübergang einer Immobilie. Die Auflassung muss notariell beurkundet werden und ist Voraussetzung für die Eintragung des neuen Eigentümers im Grundbuch.

Vermietung

Abnahmeprotokoll

Schriftliche Dokumentation des Zustands einer Immobilie bei Übergabe – sowohl beim Einzug als auch beim Auszug eines Mieters. Enthält Angaben zu Mängeln, Zählerständen und übergebenen Schlüsseln. Schützt beide Parteien bei späteren Streitigkeiten.

B
Kauf

Baulast

Eine öffentlich-rechtliche Verpflichtung des Grundstückseigentümers gegenüber der Baubehörde, bestimmte Handlungen zu dulden, zu unterlassen oder vorzunehmen. Baulasten sind im Baulastenverzeichnis eingetragen und sollten vor dem Kauf geprüft werden.

Allgemein

Bodenrichtwert

Der durchschnittliche Lagewert eines Quadratmeters Boden in einer bestimmten Zone, ermittelt von Gutachterausschüssen auf Basis tatsächlicher Kaufpreise. Wichtige Grundlage für die Immobilienbewertung und die neue Grundsteuerberechnung.

Finanzierung

Beleihungswert

Der Wert einer Immobilie, den eine Bank langfristig und nachhaltig als Sicherheit akzeptiert. Er liegt in der Regel 10–20 % unter dem Marktwert und bestimmt, wie viel Kredit die Bank maximal gewährt.

D
Kauf

Dienstbarkeit

Ein im Grundbuch eingetragenes Recht, das einem Dritten bestimmte Nutzungsrechte an einem Grundstück gewährt – z.B. ein Wegerecht oder Leitungsrecht. Dienstbarkeiten bleiben auch bei Eigentümerwechsel bestehen.

Vermietung

Dreimonatsfrist

Die gesetzliche Mindest-Kündigungsfrist für Mieter beträgt drei Monate. Für Vermieter gelten je nach Mietdauer längere Fristen: bis 5 Jahre drei Monate, bis 8 Jahre sechs Monate, danach neun Monate.

E
Pflicht

Energieausweis

Pflichtdokument beim Verkauf und bei der Vermietung von Immobilien. Er gibt Auskunft über den energetischen Zustand eines Gebäudes und wird in Verbrauchs- und Bedarfsausweis unterschieden. Gültig für 10 Jahre.

Kauf

Eigenkapital

Der Anteil des Kaufpreises, den der Käufer aus eigenen Mitteln aufbringt. Banken empfehlen mindestens 20–30 % Eigenkapital, um günstige Finanzierungskonditionen zu erhalten und das Risiko zu minimieren.

Recht

Erbbaurecht

Das zeitlich befristete Recht, auf einem fremden Grundstück ein Gebäude zu errichten und zu nutzen. Der Erbbauberechtigte zahlt einen jährlichen Erbbauzins an den Grundstückseigentümer. Laufzeiten betragen meist 50–99 Jahre.

G
Allgemein

Grundbuch

Das amtliche Register, in dem alle Grundstücke und deren Eigentümer sowie Belastungen (Hypotheken, Grundschulden, Dienstbarkeiten) eingetragen sind. Ein aktueller Grundbuchauszug ist beim Kauf unbedingt zu prüfen.

Finanzierung

Grundschuld

Das häufigste Sicherungsmittel bei der Immobilienfinanzierung. Die Bank lässt eine Grundschuld ins Grundbuch eintragen, die ihr im Falle eines Zahlungsausfalls das Recht zur Zwangsversteigerung gibt.

Steuer

Grunderwerbsteuer

Einmalige Steuer beim Kauf einer Immobilie. Sie beträgt in Berlin 6,0 % und in Brandenburg 6,5 % des Kaufpreises und ist vom Käufer zu entrichten. Ausnahmen gelten bei Übertragungen innerhalb der Familie.

K
Vermietung

Kaution

Sicherheitsleistung des Mieters an den Vermieter, maximal drei Nettokaltmieten. Der Vermieter muss die Kaution zinsbringend und getrennt vom eigenen Vermögen anlegen. Nach Auszug hat der Vermieter bis zu sechs Monate Zeit zur Rückzahlung.

Kauf

Kaufnebenkosten

Zusätzliche Kosten beim Immobilienkauf neben dem Kaufpreis: Grunderwerbsteuer, Notarkosten, Grundbucheintrag und ggf. Maklerprovision. In Berlin und Brandenburg betragen die Nebenkosten insgesamt ca. 10–13 % des Kaufpreises.

M
Vermietung

Mietpreisbremse

Gesetzliche Regelung, die in angespannten Wohnungsmärkten die Miete bei Neuvermietung auf maximal 10 % über der ortsüblichen Vergleichsmiete begrenzt. In Berlin gilt die Mietpreisbremse bis Ende 2029.

Vermietung

Mietspiegel

Übersicht der ortsüblichen Vergleichsmieten in einer Gemeinde, erstellt auf Basis repräsentativer Mietdaten. Dient als Grundlage für Mieterhöhungen und die Berechnung der Mietpreisbremse. Berlin hat einen der bekanntesten qualifizierten Mietspiegel Deutschlands.

Kauf

Maklercourtage

Die Provision des Immobilienmaklers für seine Vermittlungsleistung. Seit 2020 gilt bei Wohnimmobilien das Bestellerprinzip: Wer den Makler beauftragt, zahlt mindestens die Hälfte der Courtage. In der Regel je 3,57 % inkl. MwSt. pro Seite.

N
Vermietung

Nebenkostenabrechnung

Jährliche Abrechnung der umlagefähigen Betriebskosten (z.B. Heizung, Wasser, Grundsteuer, Hausmeister). Der Vermieter muss die Abrechnung spätestens 12 Monate nach Ende des Abrechnungszeitraums vorlegen.

Kauf

Notarkosten

Pflichtkosten beim Immobilienkauf, da der Kaufvertrag notariell beurkundet werden muss. Sie betragen je nach Kaufpreis ca. 1,0–1,5 % und umfassen die Beurkundung sowie die Eintragung ins Grundbuch.

R
Investment

Rendite

Das Verhältnis des jährlichen Ertrags einer Immobilie zum eingesetzten Kapital, ausgedrückt in Prozent. Die Bruttomietrendite errechnet sich aus Jahreskaltmiete geteilt durch Kaufpreis × 100. Für eine realistische Einschätzung sollte die Nettomietrendite nach Abzug aller Kosten berechnet werden.

Recht

Reallast

Eine im Grundbuch eingetragene Belastung eines Grundstücks, durch die der Eigentümer verpflichtet ist, wiederkehrende Leistungen zu erbringen (z.B. Rentenzahlung beim Immobilienverkauf auf Rentenbasis).

S
Steuer

Spekulationssteuer

Einkommensteuer auf den Gewinn aus dem Verkauf einer Immobilie, die innerhalb von 10 Jahren nach Kauf veräußert wird und nicht selbst genutzt wurde. Bei Eigennutzung in den letzten drei Jahren vor Verkauf entfällt die Steuer.

Kauf

Sanierungsbedarf

Maßnahmen zur Instandsetzung oder Modernisierung einer Immobilie. Ein fachkundiger Gutachter oder erfahrener Makler kann den Sanierungsbedarf einschätzen und in der Kaufpreisverhandlung berücksichtigen.

T
Finanzierung

Tilgung

Die schrittweise Rückzahlung eines Darlehens. Bei einem Annuitätendarlehen steigt der Tilgungsanteil mit jeder Rate, während der Zinsanteil sinkt. Eine höhere Anfangstilgung verkürzt die Laufzeit und reduziert die Gesamtkosten erheblich.

Allgemein

Teilungserklärung

Das zentrale Dokument bei Eigentumswohnungen (WEG). Sie regelt die Aufteilung des Gebäudes in Sonder- und Gemeinschaftseigentum sowie die Rechte und Pflichten der einzelnen Eigentümer. Vor dem Kauf einer Eigentumswohnung unbedingt zu prüfen.

V
Kauf

Vormerkung

Eine vorläufige Eintragung im Grundbuch, die den Anspruch des Käufers auf Eigentumsübertragung sichert. Die Auflassungsvormerkung schützt den Käufer zwischen Kaufvertragsunterzeichnung und endgültiger Eigentumsumschreibung.

Vermietung

Vergleichsmiete

Die ortsübliche Miete für vergleichbare Wohnungen in Lage, Größe, Ausstattung und Zustand. Sie bildet die Grundlage für Mieterhöhungen und wird im Mietspiegel abgebildet.

W
Allgemein

Wohnflächenberechnung

Die Ermittlung der Wohnfläche nach der Wohnflächenverordnung (WoFlV). Balkone, Terrassen und Loggien werden dabei zu 25–50 % angerechnet, Keller und Heizungsräume gar nicht. Falsche Angaben können zur Mietminderung berechtigen.

Kauf

Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG)

Die Gemeinschaft aller Eigentümer in einem Mehrfamilienhaus. Die WEG verwaltet das Gemeinschaftseigentum und trifft Entscheidungen per Beschluss in der jährlichen Eigentümerversammlung. Wichtige Dokumente: Protokolle, Wirtschaftsplan und Instandhaltungsrücklage.

Alexander Kunz

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